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130 Jahre Ensana Nové Lázně — Jubiläumsfeier 1896–2026

Die Perle der Kurarchitektur feiert ein bedeutendes Jubiläum. Von der feierlichen Eröffnung am 1. Juni 1896 bis zum heute größten historischen Balneoprovoz in der Tschechischen Republik — die Geschichte eines Gebäudes, das Marienbad definiert.

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130 Jahre Ensana Nové Lázně — Jubiläumsfeier 1896–2026

Die Perle der Kurarchitektur feiert ein bedeutendes Jubiläum

Die Heilbäder Mariánské Lázně, Ensana Hotels, erinnern in diesem Jahr an das 130-jährige Bestehen des exklusiven Fünf-Sterne-Hotels Nové Lázně. Das außergewöhnliche Gebäude mit seinen einzigartigen Römischen Bädern wurde am 1. Juni 1896 feierlich eröffnet. Das Hotel Nové Lázně zählt zu den bedeutendsten architektonischen Wahrzeichen der Stadt und steht bis heute als Symbol für die Verbindung von Tradition, Eleganz und der Heilkraft der Natur.

Geburt eines architektonischen Juwels

Den Anstoß zur Errichtung der Neuen Bäder gab Abt Alfred Clemens, der den Bau beschloss, die Finanzierung sicherte und dem Projekt eine klare Vision verlieh. Seine Initialen A.C. und A.T. (Abbas Teplensis) sind bis heute im Giebel des Gebäudes eingemeißelt und erinnern an sein Vermächtnis.

Die architektonische Gestalt der Bäder und des angrenzenden Casinos entwarf der in Marienbad geborene Josef Schaffer. Inspiration fand er auf seinen Reisen durch Italien — insbesondere in Venedig, Bologna und Florenz. Gerade die Elemente der italienischen Renaissance verliehen dem Bau seinen großartigen und zeitlosen Charakter. Die Bauarbeiten dauerten vier Jahre und fanden jeweils im Winter außerhalb der Hauptsaison statt, um den Kurbetrieb nicht zu stören.

Von bescheidenen Anfängen zu europäischem Ruhm

Die Geschichte des Kurwesens in Marienbad reicht bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1808 erreichten etwa achtzig Gäste die damals noch unwirtliche Gegend zur ersten Kursaison. Es fehlte an befestigten Wegen und grundlegenden Dienstleistungen — die Gäste brachten sogar eigene Betten und Lebensmittelvorräte mit. Dennoch erlangten die hiesigen Mineralquellen schnell Bekanntheit, und die Zahl der Gäste stieg stetig.

Ein entscheidender Wendepunkt kam 1872 mit der Ankunft des ersten Zuges. Dank der Eisenbahn öffnete sich die Stadt nach Europa, und die Besucherzahlen stiegen rasant. Die bisherigen Kapazitäten reichten nicht mehr aus, und ein großzügiger Umbau wurde notwendig. Vor der Rekonstruktion im Jahr 1890 verfügten die alten Neuen Bäder über 42 Kabinen, auch für sogenannte Stahlbäder. „Stahlbad" (Stahlbäder) war im 19. Jahrhundert die populäre Bezeichnung für ein Bad in der Ambrosiusquelle. Das Wasser war so eisenhaltig, dass es die Wanne rostrot färbte und den Patienten „stählerne Gesundheit" versprach. Nach den Umbauten durch Architekt Schaffer verdoppelte sich ihre Zahl.

Römische Bäder — Krone des architektonischen Juwels

Teil des Komplexes der Neuen Bäder ist ein wahres architektonisches Kleinod — die Römischen Bäder. Dieser prachtvolle historische Raum bezaubert auf den ersten Blick. Die verglaste Decke durchflutet das Interieur mit weichem Tageslicht, das sich auf den Wasserflächen der beiden Becken spiegelt und die Monumentalität des gesamten Saals unterstreicht.

Das Gewölbe wird von einundzwanzig eleganten Säulen aus dunkelrotem Salzburger Marmor mit Kapitellen aus weißem Carrara-Stein getragen. Die ungewöhnliche Atmosphäre wird durch reiche Details vervollständigt: farbige Kacheln, vergoldete Wasserspeier in Form von Löwenköpfen und weitere präzise gearbeitete Verzierungen, die die Noblesse antiker Bäder evozieren.

Die Römischen Bäder sind nicht nur Teil des historischen Gebäudes — sie sind sein Herz. Sie gehören zu den wertvollsten und besterhaltenen Beispielen europäischer Kurarchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts und bewahren bis heute ihre einzigartige Schönheit und Würde. Ein drittes Becken mit Gegenstromanlage wurde bei der modernen Rekonstruktion hinzugefügt. Zur Verfügung stehen eine Sauna (80 °C), ein Sanarium (50 °C), ein Dampfbad und Kneipp-Therapie.

Königliche Tradition

Die Neuen Bäder wurden bald zum Ziel der europäischen Aristokratie. Einer der bedeutendsten Gäste war der britische König Edward VII., der Marienbad insgesamt neunmal besuchte. Die Nutzung der Kohlensäurebäder in seiner privaten „Königskabine" wurde zum Symbol für das Prestige der hiesigen Behandlungen.

Die Kabine hat bis heute ihre ursprüngliche Ausstattung bewahrt, einschließlich eines kupfernen Dampfkessels, eines historischen Heizkörpers und einzigartiger dekorativer Elemente. Die Türen zur Loggia in der Königskabine schmücken originale Glasmalereien der berühmten Tiroler Werkstatt Geyling, die im Sonnenlicht in allen Farben erstrahlen. Die Kacheln sind luxuriöse Majolika, und an den Wänden hängen Gemälde mit Vögeln. Der Aufenthalt in der Kabine sollte die Atmosphäre eines Gartenpavillons inmitten der Natur evozieren.

Neben der „Königskabine" kann das Hotel auch auf die ebenso kunstvoll verzierte „Kaiserkabine" des österreichischen Monarchen Franz Joseph I. verweisen. Das historische Treffen der beiden Monarchen am 16. August 1904 wurde zu einem Ereignis von europäischer Bedeutung und wird heute durch eine Bronzeskulpturengruppe auf dem Goetheplatz erinnert.

Im Jahr 1905 gründete Edward VII. den Royal Golf Club Marienbad — den ältesten Golfclub in Böhmen, der ununterbrochen bis heute besteht. Und die königliche Tradition setzt sich fort: 2005 übernachtete Prinz Edward, Earl of Wessex, in den Neuen Bädern.

Im Zeichen von Fortschritt und Innovation

Marienbad war stets ein Synonym für Innovation. Bereits 1820 wurden hier Dampf- und Duschbäder eingeführt, kurz darauf Moorpackungen und Gasbäder, die Kohlendioxid aus der Marienquelle nutzten — eine Behandlung, die bis heute als einzigartig gilt. Mehr über diese einzigartige Therapie auf der Seite CO₂-Therapie.

Heute bieten die Neuen Bäder neben traditionellen Behandlungen auch moderne Heilmethoden, beispielsweise Oxygenotherapie. Das Gebäude wurde behutsam modernisiert, um den heutigen medizinischen Standards zu entsprechen, und hat dabei seinen authentischen historischen Charakter bewahrt.

Teil des Welterbes

Marienbad gehört seit 2021 zum UNESCO-Welterbe im Rahmen des Projekts Great Spa Towns of Europe und trägt seit 2023 den Status eines Klimakurortes.

Die Neuen Bäder sind heute der größte historische Balneoprovoz in der Tschechischen Republik. Mineralquellen, insbesondere die Wald- und die Ambrosiusquelle, werden direkt ins Gebäude geleitet und bilden die Grundlage einer umfassenden Kurbehandlung, Rehabilitation und modernen Diagnostik.

130 Jahre und immer noch in Betrieb

Die Feier des 130-jährigen Bestehens des Hotels Nové Lázně ist nicht nur eine Erinnerung an die reiche Geschichte, sondern auch eine Bestätigung, dass das Prinzip „Healing Power of Nature" — die Heilkraft der Natur — ein fester Bestandteil der Kurtradition bleibt. Die Verbindung von natürlichen Ressourcen, ärztlicher Expertise und Kontinuität der Pflege stellt den Wert dar, auf dem dieses außergewöhnliche Hotel seit mehr als einem Jahrhundert steht.

Mehr über das Hotel und aktuelle Angebote auf ensanahotels.com. Details zur Unterkunft in Marienbad.

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