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UNESCO-Welterbe

Mariánské Lázně als Teil der Bedeutenden Kurstädte Europas — UNESCO-Welterbe seit 2021.

Die Bedeutenden Kurstädte Europas

Am 24. Juli 2021 wurden die „Great Spa Towns of Europe" in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Mariánské Lázně ist eine von elf europäischen Kurstädten, die diese prestigeträchtige Auszeichnung erhielten — zusammen mit Baden bei Wien, Spa (Belgien), Františkovy Lázně, Karlovy Vary, Vichy, Bad Ems, Baden-Baden, Bad Kissingen, Montecatini Terme und der City of Bath.

Die Einschreibung würdigt den außergewöhnlichen universellen Wert dieser Städte als Zeugnisse einer einzigartigen europäischen Kulturpraxis: der Kurkultur, die Medizin, Architektur, Landschaftsgestaltung und Gesellschaftsleben über Jahrhunderte hinweg miteinander verband.

Warum Marienbad?

Mariánské Lázně erfüllt die UNESCO-Kriterien in besonderer Weise:

  • Natürliche Heilressourcen: Über 40 Mineralquellen mit einzigartiger geochemischer Vielfalt — kein anderer Kurort vereint Wasser, Torf, natürliches CO₂ und Heilklima auf so engem Raum.
  • Architektonisches Ensemble: Die Hauptkolonnade (1889), die Kirche Mariä Himmelfahrt, die Neo-Renaissance-Kurgebäude und die Jugendstil-Hotels bilden ein außergewöhnlich gut erhaltenes städtebauliches Ensemble.
  • Landschaftsarchitektur: Die von Václav Skalník ab 1817 gestalteten Kurparks gelten als Meisterwerke der Landschaftsgestaltung und gehen nahtlos in den umgebenden Slavkovský les (Kaiserwald) über.
  • Lebendige Tradition: Die Trinkkuren, Promenaden und Spa-Rituale werden bis heute praktiziert — Marienbad ist kein Museum, sondern ein aktiver Kurort mit medizinisch anerkannten Behandlungsprogrammen.

Die Kernzone des Welterbes

Die UNESCO-Kernzone umfasst das gesamte historische Zentrum von Mariánské Lázně:

  • Die Hauptkolonnade mit den zentralen Quellen (Kreuzquelle, Karolinenquelle, Rudolfsquelle)
  • Die Skalníkovy sady (Kurpark) mit der Singenden Fontäne
  • Die Waldquelle und den Ambrosius-Pavillon
  • Die historischen Kurhotels entlang der Hlavní třída
  • Die Kirche Mariä Himmelfahrt auf dem Hügel über der Stadt
  • Das Casino und das Stadttheater

Die Pufferzone erstreckt sich über die umgebenden Wohnviertel und den angrenzenden Slavkovský les, der die natürliche Umgebung der Heilquellen schützt.

Geschichte der Welterbe-Nominierung

Die Nominierung der Bedeutenden Kurstädte Europas war eine transnationale Gemeinschaftsleistung von sieben europäischen Ländern. Der Prozess begann 2010 und umfasste umfangreiche Forschung, Dokumentation und internationale Koordination.

Für Mariánské Lázně bedeutete die Einschreibung eine offizielle Anerkennung dessen, was die Stadt seit über 200 Jahren ausmacht: ein Ort, an dem Heilung, Schönheit und Kultur in einzigartiger Weise zusammenkommen.

Was bedeutet das für Besucher?

Der UNESCO-Status verpflichtet zur Bewahrung und nachhaltigen Entwicklung des Kurerbes. Für Besucher bedeutet dies:

  • Die historische Substanz der Stadt wird unter internationalem Schutz bewahrt
  • Neue Bauprojekte müssen sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen
  • Die Qualität der Heilquellen und der natürlichen Umgebung wird überwacht
  • Die lebendige Kurkultur — Trinkkuren, Promenaden, Konzerte — wird als immaterielles Erbe gepflegt

„Mariánské Lázně verkörpert die europäische Kurkultur in ihrer reinsten Form — ein Ort, an dem die Natur heilt und die Architektur inspiriert."

Weitere Informationen

Das UNESCO-Welterbe-Informationszentrum befindet sich im Kursaal nahe der Hauptkolonnade. Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte der Nominierung, die geschützten Bereiche und die laufenden Erhaltungsmaßnahmen. Führungen durch die Welterbe-Kernzone werden in deutscher, englischer und tschechischer Sprache angeboten.

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