130 Jahre Nové Lázně
Feierlich eröffnet am 1. Juni 1896 — eine Perle der Kurarchitektur, entworfen vom gebürtigen Marienbader Josef Schaffer nach italienischen Renaissance-Vorbildern. Heute der größte historische Balneobetrieb der Tschechischen Republik mit den Römischen Bädern, der Königlichen Kabine Edwards VII. und einer Mineralquelle direkt in den Gängen.
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Römische Bäder von 1896
Die verglaste Decke durchflutet das Interieur mit weichem Tageslicht. Das Gewölbe tragen einundzwanzig elegante Säulen aus dunkelrotem Salzburger Marmor mit Kapitellen aus weißem Carrara-Stein. Zwei originale Becken mit Mineralwasser, vergoldete Wasserspeier in Form von Löwenköpfen und farbige Kacheln evozieren die Noblesse antiker Bäder. Ein drittes Becken mit Gegenstromanlage wurde bei der modernen Rekonstruktion hinzugefügt.
Königliche Kabine Edwards VII.
Ein privates Badegemach, das für den britischen König errichtet wurde. Die Türen zur Loggia schmücken originale Glasmalereien der berühmten Tiroler Werkstatt Geyling, die im Sonnenlicht in allen Farben erstrahlen. Die Kacheln sind luxuriöse Majolika, an den Wänden hängen Gemälde mit Vögeln — der Aufenthalt sollte die Atmosphäre eines Gartenpavillons evozieren. In der Kabine steht bis heute ein Holzstuhl mit eingebauter mechanischer Waage.
Kaiserliche Kabine Franz Josephs I.
Ein Baderaum mit originaler historischer Ausstattung, der dem österreichischen Kaiser vorbehalten war. Beide Kabinen — die Königliche und die Kaiserliche — dienen heute für spezielle balneotherapeutische Anwendungen, Mineralbäder und Moorpackungen.
5 900 m² verbundener Komplex
Nové Lázně, Centrální Lázně, Maria Spa, Hvězda, Neapol und Imperial sind durch überdachte Promenaden und Korridore zu einem Ganzen verbunden. Die Gäste wechseln zwischen den Gebäuden, ohne ins Freie treten zu müssen — der größte historisch erhaltene Kurkomplex Böhmens.
Josef Schaffer — gebürtiger Marienbader
Den Anstoß zur Entstehung von Nové Lázně gab Abt Alfred Clemens, der ihren Bau beschloss, die Finanzierung sicherte und dem Projekt eine klare Vision verlieh. Seine Initialen A.C. und A.T. (Abbas Teplensis) sind bis heute im Giebel des Gebäudes eingemeißelt.
Die architektonische Gestalt entwarf der gebürtige Marienbader Josef Schaffer. Inspiration fand er auf seinen Reisen durch Italien — besonders in Venedig, Bologna und Florenz. Elemente der italienischen Renaissance verliehen dem Bau seinen großartigen und zeitlosen Charakter. Der Bau dauerte vier Jahre und fand stets im Winter außerhalb der Hauptsaison statt, um den Kurbetrieb nicht zu stören. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 1. Juni 1896.
Nové Lázně sind heute der größte historische Balneobetrieb der Tschechischen Republik. Die Mineralquellen Waldquelle und Ambrosiusquelle werden direkt ins Gebäude geleitet und bilden die Grundlage einer umfassenden Kurbehandlung, Rehabilitation und modernen Diagnostik einschließlich Oxygenotherapie. Marienbad gehört seit 2021 zum UNESCO-Welterbe und trägt seit 2023 den Status eines Klimakurortes.
Meilensteine von Nové Lázně
Erste Kursaison
In die unwirtliche Gegend kamen achtzig Gäste. Es fehlte an befestigten Wegen und grundlegenden Dienstleistungen — die Gäste brachten eigene Betten und Lebensmittelvorräte mit. Dennoch erlangten die Mineralquellen rasch Bekanntheit.
Ära der Innovationen
Dampf- und Duschbäder werden eingeführt, kurz darauf Moorpackungen und Gasbäder, die das Kohlendioxid der Marienquelle nutzen — eine Behandlung, die bis heute als lokale Besonderheit gilt.
Gründung des „Neubad"
Abt Karl Kaspar Reitenberger gründet ein neues Badehaus — das Neubad. Sechzehn Badekabinen und zehn Gästezimmer für Kurgäste, die zur Kur an den eisenhaltigen Wässern der Ambrosius- und Karolinenquelle anreisen.
Erste Erweiterung
Die Zahl der Badekabinen wächst auf 14, neben dem Gebäude entsteht ein eigenes Kesselhaus. Ein Kursaal kommt hinzu — Nové Lázně werden zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt.
Ankunft des ersten Zuges
Dank der Eisenbahn öffnete sich die Stadt nach Europa, und die Besucherzahlen stiegen rasant. Die bisherigen Kapazitäten reichten nicht mehr aus, und ein großzügiger Umbau wurde notwendig.
Die „Stahlbäder"
Die alten Nové Lázně verfügten über 42 Kabinen für sogenannte „Stahlbäder" — ein Bad in der Ambrosiusquelle. Das Wasser war so eisenhaltig, dass es die Wanne rostrot färbte und den Patienten „stählerne Gesundheit" versprach.
Schaffers Umbau
Abt Alfred Clemens beschloss den Umbau, sicherte die Finanzierung und verlieh dem Projekt eine klare Vision. Seine Initialen A.C. und A.T. (Abbas Teplensis) sind bis heute im Giebel des Gebäudes eingemeißelt. Der Architekt Josef Schaffer, ein gebürtiger Marienbader, inspiriert von seinen Reisen nach Venedig, Bologna und Florenz, verwandelte das Neubad in einen monumentalen Neorenaissance-Palast. Der Bau dauerte vier Jahre und fand stets im Winter statt, um den Kurbetrieb nicht zu stören. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 1. Juni 1896.
König Edward VII. zum ersten Mal
Der künftige britische Monarch reist an und verliebt sich sofort in die Stadt. In Nové Lázně entsteht für ihn eine private Königliche Kabine — die Türen zur Loggia schmücken originale Glasmalereien der berühmten Tiroler Werkstatt Geyling, die Kacheln sind luxuriöse Majolika und an den Wänden hängen Gemälde mit Vögeln. Der Aufenthalt sollte die Atmosphäre eines Gartenpavillons inmitten der Natur evozieren.
Treffen zweier Herrscher
Am 16. August 1904 treffen sich Kaiser Franz Joseph I. und König Edward VII. im Hotel zu einem offiziellen diplomatischen Gespräch. Marienbad wird für einen Tag zum Mittelpunkt der europäischen Politik.
Gründung des Royal Golf Club
Edward VII. gründet den ältesten Golfclub Böhmens — den Royal Golf Club Mariánské Lázně. Der Club ist bis heute ununterbrochen in Betrieb.
Erweiterung unter Abt Helmer
Unter der Leitung von Abt Gilbert Helmer wird die Kapazität der Badekabinen nahezu verdoppelt. Nové Lázně reagieren auf die wachsende Nachfrage der internationalen Aristokratie.
Die königliche Tradition lebt weiter
Prinz Edward, Earl of Wessex, übernachtet im Hotel und knüpft an die Tradition der britischen Königsfamilie in Marienbad an.
Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste
Marienbad wird Teil der transnationalen Welterbestätte „Great Spa Towns of Europe". Nové Lázně gehören zu den Schlüsselbauten der geschützten Zone.
Status eines Klimakurortes
Marienbad erhält den Status eines Klimakurortes — die Bestätigung, dass das hiesige Mikroklima selbst eine Heilquelle ist.
130 Jahre seit der feierlichen Eröffnung
Am 1. Juni 2026 feiern Nové Lázně ihr 130-jähriges Jubiläum. Das Gebäude dient nach wie vor als Fünf-Sterne-Kurhotel — der größte historische Balneobetrieb der Tschechischen Republik, mit den originalen Römischen Bädern, der Königlichen und der Kaiserlichen Kabine in vollem Betrieb.
Wissenswertes aus der Geschichte
Geschichten und Fakten aus 130 Jahren Nové Lázně — aus den Archiven der Hamelika, des Stadtmuseums Mariánské Lázně und der zeitgenössischen Presse.
Im Giebel des Gebäudes sind bis heute die Initialen A.C. und A.T. (Abbas Teplensis) eingemeißelt — eine Erinnerung an Abt Alfred Clemens, der den Umbau veranlasste und finanzierte.
Das Gewölbe der Römischen Bäder tragen 21 elegante Säulen aus dunkelrotem Salzburger Marmor mit Kapitellen aus weißem Carrara-Stein. Vergoldete Wasserspeier in Form von Löwenköpfen vervollständigen die Atmosphäre antiker Bäder.
Die Türen zur Loggia in der Königlichen Kabine schmücken originale Glasmalereien der berühmten Tiroler Werkstatt Geyling. Im Sonnenlicht erstrahlen sie in allen Farben — die Kabine sollte einen Gartenpavillon inmitten der Natur evozieren.
In der Königlichen Kabine steht ein Holzstuhl mit geschnitzten Beinen, in dessen Inneren sich eine mechanische Waage verbirgt. Edward VII. kontrollierte darauf diskret sein Gewicht — auf einer gewöhnlichen Waage zu stehen wäre eines Königs nicht würdig gewesen.
In der ersten Kursaison des Jahres 1808 kamen etwa 80 Gäste in die unwirtliche Gegend. Es fehlte an Wegen und Dienstleistungen — die Gäste brachten eigene Betten und Lebensmittelvorräte mit.
Vor Schaffers Umbau boten die alten Nové Lázně 42 Kabinen für „Stahlbäder". Das Wasser der Ambrosiusquelle war so eisenhaltig, dass es die Wanne rostrot färbte.
Die Ferdinandsquelle wurde über eine 1 700 Meter lange Rohrleitung aus Auschowitz nach Nové Lázně geleitet. Eine Dampfmaschine drückte das Wasser über eine Strecke mit 43 Metern Höhenunterschied.
Edward VII. reiste neunmal in 12 Jahren nach Marienbad. Die europäische Presse nannte die Stadt die „Sommerhauptstadt der europäischen Diplomatie".
Bereits 1820 wurden hier Dampf- und Duschbäder eingeführt, kurz darauf Moorpackungen und Gasbäder, die das CO₂ der Marienquelle nutzten — eine bis heute einzigartige Behandlung.
Neun Besuche König Edwards VII.
Als der britische Kronprinz (und spätere König) Edward VII. im Jahr 1897 zum ersten Mal nach Marienbad kam, verliebte er sich sofort in die Stadt. In den folgenden zwölf Jahren kehrte er neunmal zurück — und jedes Mal waren Nové Lázně sein Quartier.
Sein Tagesablauf war unveränderlich: morgendliche Trinkkur am Kreuzbrunnen, dann der Gang nach Nové Lázně und ein Bad in der privaten Königlichen Kabine. Dort steht bis heute die opulente Wanne aus der Belle Époque und daneben ein bemerkenswertes Möbelstück — ein eleganter Holzstuhl mit eingebauter mechanischer Waage. Der König kontrollierte darauf diskret sein Gewicht, ohne auf einer gewöhnlichen Waage stehen zu müssen.
Dank seiner regelmäßigen Aufenthalte wurde Marienbad zur Sommerhauptstadt der europäischen Diplomatie. Höhepunkt war das Treffen mit Kaiser Franz Joseph I. am 16. August 1904 — ein Ereignis, an das heute eine Bronzeskulpturengruppe am Goetheplatz erinnert.
Im Jahr 1905 gründete Edward VII. den Royal Golf Club Mariánské Lázně — den ältesten Golfclub Böhmens, der bis heute ununterbrochen besteht. Und die königliche Tradition setzt sich fort: 2005 übernachtete Prinz Edward, Earl of Wessex, in Nové Lázně.
„Die Königliche Kabine mit der originalen Wanne, dem Ruheraum und dem Stuhl mit eingebauter Waage ist ein lebendiges Zeugnis jener Ära, in der in Marienbad europäische Geschichte geschrieben wurde."
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Baden Sie in den Becken mit Marmorsäulen von 1896, genießen Sie ein Mineralbad in der Königlichen Kabine Edwards VII. und kosten Sie das Quellwasser direkt in den Hotelgängen.
Historische Informationen entnommen aus Marienbader Annalen (Hamelika), Zusammenfassung der Geschichte (Hamelika) und Ensana Hotels.